Staphylokokken: Infektion, Symptome, Ansteckung, Behandlung

Staphylokokken
Staphylokokken
von Copacopac [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], vom Wikimedia Commons

Was sind Staphylokokken?

Staphylokokken sind kugelförmige Bakterien, die bei etwa ein Drittel bis ein Viertel aller Menschen zu finden sind. Meistens bereiten sie keine Probleme. Sollte das Immunsystem des Betroffenen aber geschwächt sein, kann aus den harmlosen Bakterien ein Krankheitserreger werden.

Bislang sind bis zu 40 verschiedenen Bakterien-Arten bekannt. Am weitesten verbreitet ist das Bakterium Staphylococcus aureus.

Die Bakterien sind vor allem in Krankenhäuser sehr gefürchtet, da viele gegen Antibiotika resistent sind. Die Ursache hierfür liegt in der Vergangenheit – früher hat man Staphylokokken oft mit Penicillin behandelt, was dazu geführt hat, dass der Erreger immun gegen Antibiotika geworden ist.

Bei den Bakterien handelt es sich nicht nur um eine Art, sondern um eine Gruppe mit verschiedenen Bakterienarten. Diese können unterschiedliche Krankheiten auslösen und unterschiedliche Schäden an den Organen hervorrufen.
Die bekanntesten sind „Staphylococcus aureus“ und Staphylococcus epidermidis. Letzteres ist vor allem in Krankenhäuser als Verursacher von Fremdkörperinfektionen gefürchtet.

Die Inkubationszeit beträgt 6 bis 24 Stunden und die Krankheitsdauer ist normalerweise kurz (1 bis 3 Tage).

Infektion

Die meisten Menschen haben das Bakterium Staphylokokke jahrelang im Körper – meist auf der Haut oder auf inneren Schleimhäuten. Dort sind sie harmlos und richten keinen Schaden hat. Wenn das Immunsystem der betroffenen Person aber zu schwach ist, werden die kleinen Bakterien möglicherweise „aufsässig“.
Sie vermehren sich rasant und dies kann dann zu einer Entzündung und zu schweren, lebensgefährlichen Erkrankungen führen.

Aber auch in unserer Umwelt finden sich die Bakterien wieder, z.B. in Gewässern, in der Luft oder auf Gegenständen.

Es gibt verschiedene Arten von Staphylokokken, weshalb auch der Infektionsweg unterschiedlich ausfällt.

– Bei Verletzungen der Haut können die Bakterien eindringen und sich z.B. zu Furunkeln und Abszessen entwickeln.

– Wenn das Immunsystem zu schwach ist (z.B. bei älteren Personen), können sich die Bakterien vermehren und den Körper schädigen. So kann z.B. eine Sepsis (Blutvergiftung) ausgelöst werden.

Staphylococcus saprophyticus können eine Harnwegsinfektion auslösen. Die Übertragung findet hier vor allem bei sexuell aktiven Menschen statt.

– Staphylococcus auf Lebensmitteln können eine Lebensmittelvergiftung auslösen.

Symptome bei Staphylokokken

Typische Symptome bei Staphylokokken sind

– Übelkeit
– Erbrechen
– Durchfall
– Bauchschmerzen
– Schwächegefühl
– Herzrasen

Diagnose

Um Staphylokokken eindeutig zu diagnostizieren, nimmt man einen Abstrich der Haut. Außerdem findet eine Blutuntersuchung statt. In manchen Fällen wird auch eine Stuhlprobe genutzt.

Behandlung

Bei einer Staphylokokken-Infektion muss ein Arzt aufgesucht werden. Eine Behandlung mit Hausmitteln ist nicht möglich.
Der Arzt behandelt die Infektion meist mit penicillinasefeste Pencilline (Flucloxacillin, Dicloxacillin oder Oxacillin). Die Bakterien sind in der Regel resistent gegen normales Antibiotika.

Leider kommen Erreger mit Multiresistenz oder Methicillinresistenz (MRSA-Keime) immer häufiger – vor allem in Krankenhäuser – vor. Das Antibiotika wirkt in solchen Fällen nicht und es muss eine geeignete Alternative verwendet werden, was nicht immer einfach ist.

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Vorbeugung

Eine Vorbeugung ist nicht möglich, da sich die Erreger überall befinden können. Personen mit intaktem Immunsystem haben allerdings nichts zu fürchten, da dieses gegen die Keime ankämpft.

Bei älteren Personen, Kindern oder Kranken hat der Erreger allerdings „leichtes Spiel“. Hier muss besonders aufgepasst werden.

Falls eine Infektion bekannt ist, sollten die entsprechenden Hygienevorschriften eingehalten werden, um den Keim nicht weiter zu vermehren und um nicht selbst infiziert zu werden.

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